Die Kaffeepflanze stammt von der Hochebene Kaffa in Äthiopien, verbreitete sich zunächst im Jemen und dann in den meisten Ländern mit feucht-heißem Klima zwischen den zwei Wendekreisen. In diesem Bereich der Erde wird der Rohkaffee hergestellt, der je nach Provenienz (Brasilien, Costa Rica, Jamaika, Äthiopien usw.) eine unterschiedliche Qualität hat.
Es gibt zwei botanische Kaffeesorten, die zur Vermarktung angebaut werden: Coffea arabica und Coffea robusta.

Chicchi di Arabica

Arabica-Bohne

Chicchi di Robusta

Robusta-Bohne
Diese sehen nicht nur unterschiedlich aus, sondern differieren auch in puncto Geschmack und Aroma und haben jeweils vollkommen unterschiedliche organoleptische Eigenschaften.
Mit der Röstung ändert der Kaffee sein Aussehen und seine Qualität völlig. Dabei handelt es sich um das Verfahren, das die Kaffeebohnen so aussehen lässt, wie wir sie normalerweise kennen. Beim Rösten öffnet sich die Bohne und die Mittelkerbe erweitert sich; die Bohne verliert zirka 18–20 % an Gewicht, nimmt aber 60 % an Volumen zu. Auch die Farbe ändert sich langsam, vor allem aber gehen ziemlich komplexe physikalisch-chemische Reaktionen vonstatten.
Der Röstgrad wird unter Berücksichtigung des Geschmacks des Verbrauchers und des Bestimmungsorts eingestellt: In Süditalien wird Kaffee mit einem anderen Röstgrad als in Norditalien getrunken.
Keine Maschine und kein Computer können Auge und Wissen eines Röstexperten ersetzen.
Der Röstgrad ist die Grundlage jeder Mischung: Arabica-Sorten müssen immer heller geröstet werden, damit ihre delikaten Aromen nicht beeinträchtigt werden. Für die Robusta-Sorten ist dagegen eine etwas dunklere Röstung erforderlich, damit ihre holzigen Eigenschaften überdeckt werden.